Inmitten unberührter Natur genießen Süßwasserangler und Hochseefischer ihr Hobby: Über 100.000 fischreiche Seen und Flüsse bieten Anglern in Schweden traumhafte Reviere.

In Schweden steht nicht das Meeresfischen, sondern das Süßwasserangeln im Vordergrund: In dem an Binnengewässern reichem Land auf der skandinavischen Halbinsel stellen passionierte Angler hauptsächlich Hechten, Lachsen und Forellen nach. An seinen fünf größten Seen - Vänern, Vättern, Mälaren, Storsjön und Hjälmaren - sowie an gesamten Küste Schwedens ist das Angeln frei und kostenlos. An den meisten anderen Gewässern wird eine Lizenz benötigt, die man unter anderem in Postämtern, Tankstellen oder Angelgeschäften erhält. Diese Lizenzen beziehen sich im Normalfall nicht auf ein einzelnes, sondern auf mehrere Gewässer einer Region. Diese sind auf den Angelkarten aufgelistet. Die Preise für die Lizenzen sind von Region zu Region unterschiedlich und für Seen mit hohem Bestand an Edelfischen oft teurer.

Angeln in Schweden: Auf Hecht, Lachs, Forelle und Co

Bei Sportanglern ist Schweden besonders für seine großen Hechte bekannt und geschätzt. Viele Outfitter vor Ort haben sich auf den Fang dieser Fischart spezialisiert und offerieren auch entsprechende geführte Touren, die in der Regel einen halben oder ganzen Tag dauern. Die bekanntesten Regionen für Hechtangler liegen in der Mitte des Landes; ein Eldorado für Angler bilden dort beispielsweise die fischreichen Gewässer in der ursprünglichen Natur von Dalarna. Die besten Zeiten für eine Reise mit Anglerglück sind von Mitte April bis Mitte Juni sowie von September bis in den Dezember hinein. Zu den erfolgreichsten Methoden zählen das vom Boot aus praktizierte Spinn- und Schleppfischen. Dafür sind Rutenlängen von 2,70 m bis 3,00 ideal, wobei ein Wurfgewicht von 80 g ausreichend ist.

Viele Angler locken neben den Hechten auch kampfstarke Forellen und Lachse nach Schweden. Diese erreichen beachtliche Größen: Fische mit über zehn Kilogramm sind bei Lachsen keine Seltenheit, und auch Forellen mit zehn Pfund Gewicht werden regelmäßig gefangen. Gute Chancen, einen solchen Brocken an den Haken zu bekommen, haben Angler am Fluss Kalixälven und seinen Nebenflüssen wie die Fließgewässer Ängesan und Linaälv. Den Lachsen und Forellen wird in Schweden genauso wie fast überall üblich, mit der Fliegenrute nachgestellt. Meist ist diese Methode außerdem auch die einzig erlaubte Art, diese Fische zu angeln. Mit Ruten der Klasse sechs bis neun ist man gut beraten. Es empfiehlt sich, die künstlichen Fliegen direkt vor Ort im Fachgeschäft zu erwerben, um immer passende Muster parat zu haben. Die Saison beginnt im Mai und dauert bis Ende September..

Als Unterkunft für eine Angelreise empfiehlt sich ein Ferienhaus mit eingerichteter Küche, um unabhängig von festen Zeitabläufen seine Angeltage individuell zu gestalten. Einige Anbieter vermieten auch Ferienhäuser, die mit Einrichtungen zum Versorgen und Einfrieren der Fische auf Angler vorbereitet sind. In einer am Wasser gelegenen Ferienunterkunft können Urlauber ihr Hobby oft direkt vor der Haustüre ausüben. Bei den meisten Häusern in Seelage wird den Gästen auch ein Boot zur Verfügung gestellt. Alternativ bietet sich für einen Angelurlaub in Schweden eine Reise mit einem Wohnmobil an. Die mobilen Unterkünfte gewähren umfassende Flexibilität bei der Wahl der Standorte. So kann man auf einer Tour verschiedene Gewässer, die man befischen möchte, anfahren und in der Nähe der gewählten Angelreviere oft auch übernachten.