Wie überall kann man auch in Köln sehr viel erleben und sehen, ohne dafür nur einen einzigen Cent auszugeben. Außer vielleicht für einen Fahrschein oder am besten eine Tageskarte. Ihr könnt aber auch Euer Fahrrad mitnehmen. Schon allein das Rheinufer birgt jede Menge Sehens- und Erlebenswertes. Auf Euch warten in Köln kostenfreie Kulturangebote und viel erholsames Grün.

Darum nichts wie hin in die Domstadt zu ein paar schönen Tagen, die Euer Budget nicht belasten. Ihr werdet reich an Eindrücken zurückkehren.

Übrigens: Falls Ihr Euch vorab schon mal so richtig auf Eure Reise nach Köln einstimmen wollt, könnt Ihr das mit dem Video "Eine Minute Köln - Kunst, Kultur, Karneval und Kölsch" tun.

1. Die Kölner Altstadt

Schon allein die unmittelbare Lage am Rhein macht die Kölner Altstadt so besonders und verleiht ihr eine einzigartige Atmosphäre. Die kleinen Gassen, jahrhundertealten Häuser und anheimelnden Plätze werden Euch sofort mit ihrem historischen Flair in ihren Bann ziehen. Dazwischen herrscht dank Geschäften, Cafés, Restaurants und Brauhäusern ein heiteres geschäftiges Treiben.

Vor allem um die ehemalige Benediktiner-Abtei St. Martin, den Heu- und den Alten Markt geht es ausgesprochen lebendig zu. Viele Namen der Sträßchen und Plätze, wie zum Beispiel der Buttermarkt, verraten Euch, wie es einst im Mittelalter in der Stadt zuging, als sie zu Wohlstand und Hochachtung gelangte.

Andere Hinweise zur Geschichte der Stadt liefern die sogenannten "Schandmasken" an den Häuserwänden und die Hochwassermarken, die von schrecklichen Überschwemmungen künden. Wenn Ihr auch noch den Fischmarkt und die alte römische Hafenstraße erkundet habt, gönnt Euch eine Pause an der Rheingarten-Skulptur, die zum Sitzen und Klettern einlädt. Der Blick auf die Altstadt und den Rhein wird Euch auf der Stelle gefangen nehmen! Weitere Tipps findet Ihr in unserem Beitrag Die 10 schönsten Ecken am Kölner Dom und der Altstadt.

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Der Kölner Dom - Pixabay

2. Der Kölner Dom

Nun ist es höchste Zeit, den Kölner Dom aufzusuchen, immerhin eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Es ist ausgesprochen erhebend, endlich einmal vor dem UNESCO-Welterbe Kölner Dom zu stehen und zu sehen, wie hoch er ist und wie majestätisch und elegant zugleich seine Kirchturmspitzen in den Himmel ragen!

Außerhalb der Gottesdienstzeiten könnt Ihr Euch auch in aller Ruhe sein Innenleben betrachten. Der Anblick der vielen Altäre, Skulpturen und Wandmalereien ist wie ein gratis Museumsbesuch. Auch vor dem Dom gibt es etwas zu bestaunen: die "Kreuzblume" vor dem Haupteingang. Sie ist ein zehn Meter hohes Modell der Domturmspitzen, das die enormen Dimensionen der Kathedrale veranschaulicht. Daneben sehr Ihr mit dem Taubenbrunnen den ersten Nachkriegsbrunnen, der 1953 entstand.

3. Das Rheinufer

Das Rheinufer ist Spiegelbild der Stadt, Flaniermeile, Laufsteg, Sonnendeck und Erholungsoase gleichzeitig. Auch als Freiluft-Galerie für futuristische Architektur funktioniert sie ausgezeichnet. Denn wenn Ihr im Rheinauhafen in der Südstadt spazieren geht und im Yachthafen Schiffe bewundert, werden Euch hundertprozentig die Kranhäuser aus Stahl und Beton den Atem verschlagen.

Architektonisch eher keine Perle aber genauso berühmt ist die "Wurstbraterei" am Südkai, wo die Tatort-Kommissare Ballauf und Schenk sich nach getaner Arbeit gern stärken. Wollt Ihr es ihnen gleichtun, müsst Ihr allerdings doch ein paar Euro berappen. Gänzlich kostenlos hingegen und sehr beeindruckend ist die Nutzung der majestätischen Freitreppe am Kölner Rheinboulevard mit einem herrlichen Ausblick auf das Dom-Panorama und die historische Altstadt.

4. Die Flora

Die stets nur Flora genannte große Gartenanlage im Kölner Norden heißt korrekt "Flora und Botanischer Garten". An die verschiedenen Landschaftsgärten, gestaltet vom berühmten Gartenarchitekten Peter-Joseph Lenné, schließt sich der Botanische Lehrgarten an. Der Besuch des Gartendenkmals und des Botanischen Gartens mit seinen Pflanzenschauhäusern ist völlig gratis.

5. Der Skulpturenpark

1997 gründete das Ehepaar Stoffel zwischen Rhein und Zoobrücke einen privaten Skulpturenpark in freier Natur. Wechselnde Kuratoren verändern den Park mit immer neuen Konzepten und den Werken anderer, auch internationaler Künstler. Sehr sehenswert!

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Köln für Kletterfans - Pixabay

6. Klettern an der Hohenzollernbrücke

Mangels Berge und Felsen ließ sich die Stadt Köln für ihre Kletterfans etwas Besonderes einfallen und gab unter anderem die Hohenzollernbrücke unterhalb des Reiterdenkmals (nicht weit vom Dom) zum kostenlosen Klettern frei.

An extra dafür ausgewiesenen Abschnitten könnt Ihr Euch von März bis Oktober bei Tageslicht auf siebzig Touren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden erproben. Dafür müsst Ihr Euch vorher lediglich online beim Deutschen Alpenverein, der den Klettergarten an dem historischen Baudenkmal betreibt, anmelden und die einzuhaltenden Regeln bestätigen.

7. Besucherführung durch den WDR

Täglich um 9.30 Uhr, 12.00 Uhr, 12.30 Uhr, 15.00 Uhr und 15.30 Uhr (außer an Feiertagen) könnt Ihr für etwa zwei Stunden einen Rundgang durch die Radio- und Fernsehstudios des WDR unternehmen, der immerhin die größte Sendeanstalt der ARD ist. Für den aufschlussreichen Einblick in die Medien-Welt solltet Ihr Euch allerdings mindesten vier Wochen vorher online anmelden.

8. Lunch-Konzert in der Philharmonie

In der Kölner Philharmonie werden jeden Donnerstag zum Lunch kostenlose Klassik-Appetithappen von einer halben Stunde serviert. Um 12 Uhr musizieren in einer öffentlichen Probe entweder das hauseigene Gürzenich-Orchester, das WDR-Sinfonieorchester Köln oder Gastsolisten und -musiker.

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Klassische Musik - Pixabay

9. Lindenthaler Tierpark

Über 250 Tiere leben im historischen Lindenthaler Tierpark inmitten grüner Natur. Schon der Weg dorthin, der durch den Stadtwald führt, ist angenehm erholsam. Solltet Ihr vorhaben, das Damwild, die Ziegen, die Hochlandrinder, die Schafe, die Truthähne und ihre weibliche Begleitung, die bunten Pfauen, Hühner und Wassergeflügel mit Mitgebrachtem zu füttern, lasst es erst bei den Tierpflegern auf ihre Tauglichkeit testen. Besser sind die kleinen Snacks aus den Futterautomaten des Parks. Damit kommen Euch die Tiere ganz bestimmt ganz nah.

10. Livemusik im Zum scheuen Reh

Jeden Montag um 20.30 Uhr gibt "Das scheue Reh" im Belgischen Viertel die Bühne für "Reh Monday Live" frei. Sänger und Sängerinnen, Bands und DJs stellen bei freiem Eintritt ihr Repertoire aus Folk, Indie, Soul, Hip-Hop oder experimenteller Livemusik vor. Und danach? Ab in Euer Hotel in Köln, damit Ihr am nächsten Tag ausgeruht für weitere Erkundungen seid.

Titelbild: Köln bei Sonnenuntergang - Pixabay