Etwa 50 Kilometer südlich von Paramaribo, am rechten Ufer des Suriname-Flusses, liegt Jodensavanne, eine ehemalige jüdische Siedlung. Benannt ist die Stätte nach Juden, die um 1650 vor der Inquisition flohen und sich in diesem Savannengebiet niederließen. Die Lage war günstig, mit einem Hügel mit Blick auf Plantagen und Zugang zu zwei Wasserquellen, von denen man annahm, dass sie medizinische Qualitäten haben.
Viele Jahre lang war Jodensavanne das Zentrum der jüdischen Gemeinde in Suriname. Die Siedler besaßen Plantagen, auf denen Pflanzen wie Zuckerrohr angebaut wurden, die oft nach biblischen Orten wie Hebron und Bersaba benannt wurden. 1832 zerstörte ein Großbrand einen Großteil der Siedlung, woraufhin die Bevölkerung nach Paramaribo zog.
Heute sind noch die Ruinen der ältesten jüdischen Synagoge Amerikas und der Friedhof zu sehen. Während der Tour erzählt ein Fortgeschrittener die reiche Geschichte dieser einst blühenden Gemeinde, gefolgt von einem traditionellen surinamesischen Mittagessen, bevor er nach Paramaribo zurückkehrt.