Das ist kein Postkartenspaziergang. Es ist eine zweistündige Selbstgeführte Wanderung durch kopflose Märtyrer, rebellische Mönche, mittelalterliche Machtzüge und eine für Gebäck gebaute Zuglinie. Sie folgen römischen Straßen, erklimmen gotische Türme und stehen dort, wo Zürich einst eine Armee mit einem rechtzeitigen Bluff verschreckte. Von regierenden Äbtissinnen über Glasmalereiträume bis hin zu einem letzten Halt in einer ehemaligen Bierhalle aus dem Waffenlager schält diese Tour die polierte Oberfläche einer der ruhigsten chaotischen Städte Europas zurück. Trage gute Schuhe, bringe Neugier mit und spare Platz für Wurst. Zürich schreit nicht – aber es bleibt nie still.