{"id":6268,"date":"2019-02-11T12:44:00","date_gmt":"2019-02-11T12:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/expedia.blog.de.sandwave.dev\/stories\/?p=6268"},"modified":"2021-09-01T22:19:39","modified_gmt":"2021-09-01T22:19:39","slug":"mit-monets-gemalden-um-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.expedia.de\/stories\/mit-monets-gemalden-um-die-welt\/","title":{"rendered":"Mit Monets Gem\u00e4lden um die Welt"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;<em>Eine Reise um die Welt mit den Werken Monets: Von Mohnblumen und Seerosen &#8211; 15 herausragende Gem\u00e4lde zum Kennenlernen des Vaters des Impressionismus!<\/em><\/p>\n<p>Schon in jungem Alter widmet sich Claude Monet der Kunst und entwickelt seinen ganz pers\u00f6nlichen und unverkennbaren Malstil. Als er 1873 in Paris an der Seite seiner Freunde Renoir, Sisley, Pissarro, Degas und Prins seine Bilder ausstellt, <strong>pr\u00e4gt sich nach ihm der Begriff &#8220;Impressionist&#8221;<\/strong>, der auf niemanden besser zutrifft als auf ihn. Der schweigsame, zur\u00fcckgezogene und mitunter gar ungesellige Zeitgenosse wird schnell zum Symbol einer ganzen Kunstbewegung, die sich auf bestimmte Grundfesten st\u00fctzt: Die Malerei musste, wann immer m\u00f6glich, aus der wahren Welt entstehen. Dabei galt <strong>die Natur als wichtigste Inspirationsquelle und das Malen <em>en plein air<\/em> (also die Freilichtmalerei) wurde eine notwendige Folge<\/strong>. Nur so war es m\u00f6glich, den optischen Eindruck einer Umgebung in einem genauen, bestimmten Moment sofort auf die Leinwand zu bringen.<\/p>\n<p>Die Arbeiten Monets zur Wirkung des Lichts, insbesondere zu Lichtreflexen auf Wasser und Oberfl\u00e4chen im Allgemeinen, sind derart akribisch und nachdr\u00fccklich, dass man ihn auch als &#8220;<strong>Farbwissenschaftler<\/strong>&#8221; bezeichnet. Wissenschaftler ja, aber in erster Linie war er Poet. Diese kleine Auswahl an Werken von Monet hilft uns, ihn zu verstehen.<\/p>\n<p>### 1. Frau im Garten von Sainte-Adresse<\/p>\n<p>Die Reise beginnt in den prunkvollen Galerien des Museums <strong>Eremitage in St. Petersburg<\/strong> mit <em>Frau im Garten von Sainte-Adresse<\/em>, einem der ersten impressionistischen Werke Monets. Es entstand 1867 als eines seiner ersten und am besten gelungenen vollst\u00e4ndig <em>en plein air<\/em> geschaffenen Bilder. Seine St\u00e4rke liegt haupts\u00e4chlich in der gewaltigen Darstellung des Mittagslichts, dessen blendendes Leuchten durch das makellos wei\u00dfe Kleid der Frau im linken Bildbereich hervorgehoben wird, aber auch im Gleichgewicht der Komposition, das bei allen Werken Monets eine wichtige Rolle spielt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184018.jpg\" alt=\"image.jpg?1550594792\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=155850\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 2. Die Kathedrale von Rouen im Morgennebel<\/p>\n<p>Zwischen 1890 und 1895 konzentriert sich Monet immer mehr auf das Studium des Lichts und die malerische Umsetzung seiner Effekte. In dieser Phase w\u00e4hlt der K\u00fcnstler einige wenige Themen, die er in Serien darstellt und dabei nichts als die Wetterbedingungen, die Tageszeit und manchmal die Jahreszeit variiert. Die <strong>Bildserie Kathedrale von Rouen<\/strong> ist eines der Produkte dieser Studie: Monet malt wieder und wieder die Fassade der Kathedrale von Rouen, die dank ihrer architektonischen Schmuckelemente und des davon erzeugten Licht- und Schattenspiels ein ideales Objekt f\u00fcr sein Vorhaben ist. <em>Die Kathedrale von Rouen im Morgennebel<\/em>, die im <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Museum-Folkwang-Essen.d6173477.POI\">Museum Folkwang in Essen<\/a><\/strong> aufbewahrt wird, ist nur eine der zahlreichen der Kathedrale gewidmeten Leinw\u00e4nde, die heute \u00f6ffentliche sowie private Kunstsammlungen auf der ganzen Welt bereichern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184019.jpg\" alt=\"Monet-cathedrale-rouen.jpg?1556635269\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Monet-cathedrale-rouen.jpg\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 3. Mohnfeld<\/p>\n<p>Frankreich war das Vaterland Monets und ist es mit seinen Pariser Museen, die zweifelsohne die gr\u00f6\u00dfte Anzahl an Werken des Begr\u00fcnders des Impressionismus beherbergen, auch heute noch. In dieser Hinsicht ist die Sammlung des <strong>Mus\u00e9e d&#8217;Orsay<\/strong> die wahrscheinlich umfassendste. Ihr k\u00f6nntet mit dem <em>Mohnfeld<\/em> beginnen, einem der ber\u00fchmtesten Gem\u00e4lde \u00fcberhaupt. Darin stellt Monet ein gro\u00dfes Mohnfeld in Argenteuil dar, einer Gemeinde n\u00f6rdlich von <a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Paris-Hotel.d179898.Reise-Angebote-Hotels\">Paris<\/a>, die der Maler 1871 als Wohnsitz f\u00fcr seine Familie w\u00e4hlt. Aus dem Bild strahlt die Stimmung eines sonnigen Sommernachmittags in einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Landschaft. Die darin befindlichen Personen sind nichts als <em>Silouhetten<\/em> und als solche zu einem Bestandteil der Natur geworden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184020.jpg\" alt=\"image.jpg?1550594939\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=155867\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 4. Camille Monet auf dem Totenbett<\/p>\n<p>Dieses Gem\u00e4lde, das jetzt wieder im <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/things-to-do\/bevorzugter-einlass-tour-durch-das-musee-dorsay.a171207.aktivitatsabersicht\">Mus\u00e9e d&#8217;Orsay<\/a><\/strong> ausgestellt wird, geh\u00f6rt wohl nicht zu den bekanntesten Werken Monets, aber man muss zugeben, dass ihm eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Thematik zugrunde liegt. Ja, es ist durchaus auch etwas makaber, aber als Claude Monet seine mit gerade mal 32 Jahren einer langen Krankheit erlegenen Frau <strong>Camille<\/strong> ein letztes Mal ansehen wollte, war es f\u00fcr ihn ein nat\u00fcrliches und instinktives Bed\u00fcrfnis, <strong>ihren letzten Anblick f\u00fcr die Ewigkeit auf Leinwand zu bannen<\/strong>. Die Farbe ist die Komponente, die den Betrachter wohl am meisten befremdet. Die Gesichtsz\u00fcge der Frau werden von einem Strudel aus Lila-, Grau- und Blaut\u00f6nen fortgerissen. Auch hier konzentriert sich Monet also auf die <strong>Farben<\/strong>. In diesem Fall zwar nicht die Farben der Natur einer Landschaft, sondern der Natur des Todes und des menschlichen Schmerzes.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184021.jpg\" alt=\"camille_monet.jpg?1556637493\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Claude_Monet_-_Camille_Monet_sur_son_lit_de_mort.JPG\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 5. Das Fr\u00fchst\u00fcck im Gr\u00fcnen<\/p>\n<p>Der Titel dieses Gem\u00e4ldes erinnert Euch vielleicht an das ber\u00fchmte vorimpressionistische Meisterwerk von \u00c9douard <strong>Manet<\/strong>, an das sich dieses Bild tats\u00e4chlich anlehnt. Nach seinen gemeinsam mit den Freunden Bazille, Sisley und Renoir in Chailly de Refus\u00e9s verbrachten Osterferien entschlie\u00dft sich Monet, ein Picknick im Wald von Fontainebleau auf gro\u00dfer Fl\u00e4che darzustellen. Es war ein wichtiges Projekt: Urspr\u00fcnglich als Leinwand von 6 auf 4 Meter konzipiert, sollte es zum Teil <em>en plein air<\/em> entstehen und Personen in Lebensgr\u00f6\u00dfe abbilden, um einen Realismus zu erzielen, der das <em>Fr\u00fchst\u00fcck im Gr\u00fcnen<\/em> von Manet \u00fcbertreffen w\u00fcrde. Trotz aller Bem\u00fchungen und bester Absichten konnte Monet das Werk nie vollenden, von dem heute nur ein Teil (etwa 2 auf 2 Meter) im <strong>Mus\u00e9e d&#8217;Orsay<\/strong> erhalten ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184022.jpg\" alt=\"20180826120755!Monet_dejeunersurlherbe.jpg?1556639929\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: visipix.com via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Monet_dejeunersurlherbe.jpg\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 6. Die Elster<\/p>\n<p>In der gesamten Kunstgeschichte gibt es niemanden, der den <strong>Schnee<\/strong> so gut malen konnte wie Monet. 1867 erschuf der Maler seine erste vollst\u00e4ndig im Freien gemalte Bildserie von Winterlandschaften, zu der das Werk <em>Die Elster<\/em> geh\u00f6rt, das heute vom <strong>Mus\u00e9e d&#8217;Orsay<\/strong> beherbergt wird. Die Malerei sollte strikt <em>en plein<\/em> <em>air<\/em> erfolgen und seine Vorliebe f\u00fcr die Einsamkeit in Verbindung mit seiner unglaublichen Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber den Herausforderungen der Natur haben es Monet m\u00f6glich gemacht, dieses Prinzip selbst w\u00e4hrend der strengsten Winter nie zu verraten. In <em>Die Elster<\/em> atmet der Betrachter die ganze Ruhe und eisige Stille eines Wintermorgens ein, die Monet mit seiner Malerei in ein unvergessliches optisches Gedicht verwandelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184023.jpg\" alt=\"image.jpg?1550594974\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=21856725\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 7. Seerosen<\/p>\n<p>Das Thema der Seerosen war die letzte gro\u00dfe Obsession von Monet. F\u00fcr die endlosen Variationen, die er in etwa 26 Jahren schuf, lie\u00df er sich vom Seerosenteich in seinem Garten in Giverny inspirieren. Wie die <em>Kathedrale von Rouen<\/em> sind auch die den Seerosen gewidmeten Gem\u00e4lde so ziemlich in aller Welt verstreut. Als Meisterwerk dieser Serie gilt normalerweise eines: die zauberhaften Seerosen im <strong>Mus\u00e9e de l&#8217;Orangerie<\/strong>. In Auftrag gegeben wurde es bei Monet von Georges Cl\u00e9menceau, der damit die beiden ovalen S\u00e4le in der Orangerie schm\u00fccken wollte. Wir haben es hier mit dem Verm\u00e4chtnis Monets zu tun und seinem vielleicht am besten gelungenen Werk, denn in ihm vereint er harmonisch die Absicht, ein gro\u00dfes, dekoratives Gem\u00e4lde zu erschaffen, mit der Wahrhaftigkeit eines <em>im Freien<\/em> entstandenen Bildes. Der Maler Andr\u00e9 Masson definierte die Orangerie als &#8220;die <strong>Sixtinische Kapelle des Impressionismus<\/strong>&#8220;. K\u00f6nntet Ihr eine bessere Bezeichnung finden?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184024.jpg\" alt=\"image.jpg?1550594996\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=47311155\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 8. Impression, Sonnenaufgang<\/p>\n<p>Von allen Werken der Ausstellung der <em>Soci\u00e9t\u00e9<\/em> <em>Anonyme des artistes Peintres, Sculptures et Graveurs<\/em> (1873 von Monet, Renoir, Sisley, Pissarro, Degas und Prins gegr\u00fcndete Gesellschaft) war es <em>Impression, Sonnenaufgang<\/em> von Monet, das dem, was ab 1874 schlie\u00dflich als <strong>impressionistische Bewegung<\/strong> in die Geschichte einging, seinen Namen gab. Das Gem\u00e4lde zeigt eine Ansicht des Hafens von <a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Le-Havre-Hotel.d2044.Reise-Angebote-Hotels\">Le Havre<\/a> im Morgengrauen, in der alle Objekte hinter einem lila Schleier ihre Konturen und ihre Gr\u00f6\u00dfe verlieren. Nur die Sonne bleibt entschieden und deutlich wie ein strahlendes Auge im nebelverhangenen Himmel von Monet bestehen. Das Werk befindet sich im <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Musee-Marmottan-Paris.d6063743.POI\">Museum Marmottan<\/a> in Paris<\/strong>. Es weist alle wesentlichen Merkmale der revolution\u00e4ren Kunstrichtung auf: die wissenschaftliche Betrachtung des Lichts, die Verwendung von Farbe als Mittel zur Umsetzung optischer Effekte, der Einsatz zahlreicher, kleiner Pinselstriche, die Leidenschaft f\u00fcr Lichtreflexe, die Bedeutung der <em>Freilichtmalerei<\/em> und der Suche nach poetischer Inspiration durch den direkten Kontakt mit der Natur.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184025.jpg\" alt=\"image.jpg?1550595015\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=23750619\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 9. La Pointe de la H\u00e8ve, Sainte-Adresse<\/p>\n<p>Die Bedeutung von Wasser in der Malerei Monets ist bereits in den <strong>Meereslandschaften<\/strong> der 60er-Jahre augenscheinlich, aus denen sich <em>La Pointe de la H\u00e8ve, Sainte-Adresse<\/em> hervorhebt. Das Gem\u00e4lde geh\u00f6rt zur impressionistischen Sammlung der <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/National-Gallery-London.d501535.POI\">National Gallery in London<\/a><\/strong> und l\u00e4sst bereits das ganze K\u00f6nnen und die markanten Z\u00fcge der Malerei des damals gerade erst 24 Jahre jungen K\u00fcnstlers erkennen. Seine Beobachtungsgabe und kompositorische Gestaltungsf\u00e4higkeit in Verbindung mit seiner ganz pers\u00f6nlichen, unverkennbaren Umsetzungstechnik werden hier sehr deutlich. In einer zarten, melancholischen Landschaft bringt er mit lebhaftem, kurzem Pinselstrich die Wellen zur Geltung. Sie scheinen sich unter dem kleinen Holzboot f\u00f6rmlich zu bewegen. Gleichzeitig ergie\u00dft sich der Strand in Form von farbigen Kieselsteinen wie ein buntes Mosaik \u00fcber die Leinwand.<\/p>\n<p>### 10. Der Froschteich<\/p>\n<p><strong>La Grenoulli\u00e8re<\/strong> (der Froschteich) war eine beliebte, mond\u00e4ne Badeeinrichtung an der Seine, die besonders von der b\u00fcrgerlichen Pariser Gesellschaft rege besucht wurde. 1868 w\u00e4hlt Renoir ihn als seinen Lieblingsort f\u00fcr seine <em>Freilichtmalerei<\/em> und im Jahr darauf schlie\u00dft sich Monet ihm an. Das Ergebnis dieser Malereisitzung ist das Gem\u00e4lde mit dem Titel <em>La Grenouill\u00e8re<\/em> (Der Froschteich), das heute im <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Metropolitan-Museum-Of-Art-New-York.d502071.POI\">Metropolitan Museum of Art in New York<\/a><\/strong> aufbewahrt wird. Wie in <em>Der Fluss<\/em> (von 1867) sind zwar auch hier Personen im Bild, aber der Schwerpunkt Monets liegt auf der Umsetzung der Lichtreflexe auf dem Wasser mit langem, schnellem Pinselstrich. Trotz des hochkar\u00e4tigen Resultats gilt das <em>Fr\u00fchst\u00fcck der Ruderer<\/em> von Renoir als maximaler Ausdruck dieses Themas. Monet hingegen sollte sich immer mehr von der menschlichen Dimension entfernen und in die Welt der Natur eintauchen.<\/p>\n<p>### 11. Dogenpalast, Venedig<\/p>\n<p>Monet widmete sich zahlreichen Bildserien. Aus den architektonischen Serien hebt sich neben den Gem\u00e4lden der <em>Kathedrale von Rouen<\/em> besonders die Gruppe der Darstellungen von Geb\u00e4uden in <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Venedig-Hotel.d179981.Reise-Angebote-Hotels\">Venedig<\/a><\/strong> heraus, wo sich Monet zwischen 1908 und 1909 aufh\u00e4lt. F\u00fcr den Maler ist es die impressionistische Stadt schlechthin. Kann er f\u00fcr seine Studien mehr verlangen als jene Architektur mit ihren eleganten Profilen, die sich \u00fcber das Wasser erheben und sich darin spiegeln? Im <strong>Brooklyn Museum<\/strong> <strong>in New York<\/strong> ist eines der sch\u00f6nsten Gem\u00e4lde zu diesem Thema zu sehen.<\/p>\n<p>### 12. Seerosen und japanische Br\u00fccke<\/p>\n<p>1883 zieht Monet mit seiner Familie in die kleine Gemeinde <a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Giverny-Hotel.d54960.Reise-Angebote-Hotels\">Giverny<\/a> in der Normandie um. Hier wird er bis zu seinem Tod wohnen und sein kleines, impressionistisches Reich des Friedens und der Natur entstehen lassen. 1891 leitet Monet einen Nebenfluss der Epte um und erschafft sich einen <strong>Teich<\/strong>, \u00fcber den sich eine japanische Br\u00fccke spannt. Kein anderer Ort in der Kunstgeschichte wird derart akribisch studiert wie dieser Teich in Giverny, den Monet aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln und in unz\u00e4hligen Variationen darstellt. Das Gem\u00e4lde im <a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Princeton-University-Art-Museum-Princeton.d6080441.POI\"><strong>Princeton<\/strong> <\/a><strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/Princeton-University-Art-Museum-Princeton.d6080441.POI\">University Art Museum<\/a><\/strong> ist, zusammen mit den <em>Seerosen<\/em> im Mus\u00e9e de l&#8217;Orangerie, eines der ber\u00fchmtesten davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184026.jpg\" alt=\"image.jpg?1550595040\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5749305\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 13. Parlament im Sonnenuntergang<\/p>\n<p>Wie Venedig \u00fcbt auch <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/London-Hotel.d178279.Reise-Angebote-Hotels\">London<\/a><\/strong> eine gewisse Faszination auf Monet aus, der hier die Winter zwischen 1899 und 1901 verbringt. In dieser Phase entstehen die Bildserien, die Monet der <strong>Themse<\/strong> widmet und die mindestens 100 verschiedene Ansichten des Flusses umfassen (einige mit Blick auf die Waterloo Bridge, andere mit Darstellung des vom St.-Thomas-Krankenhaus aus gesehenen Parlamentsgeb\u00e4udes). In der <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/things-to-do\/gefuhrte-tour-durch-die-national-gallery-of-art.a279765.aktivitatsabersicht\">National Gallery of Art in Washington<\/a><\/strong> werden verschiedene Werke Monets aufbewahrt. Neben Kathedralen, Seerosen und Landschaften ist dort das beeindruckende <em>Parlament im Sonnenuntergang<\/em> zu sehen, das zu den sch\u00f6nsten Gem\u00e4lden des architektonischen Wahrzeichens in London z\u00e4hlt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184027.jpg\" alt=\"image.jpg?1550595063\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=11872903\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>### 14. Der Fluss<\/p>\n<p>Das 1868 entstandene und derzeit im <strong><a href=\"https:\/\/www.expedia.de\/things-to-do\/art-institute-of-chicago.a170360.aktivitatsabersicht\">Art Institute in Chicago<\/a><\/strong> ausgestellte Gem\u00e4lde <em>Der Fluss<\/em> ist von besonderer Bedeutung f\u00fcr das Werk Monets. Hier erf\u00e4hrt das Element Wasser, an das er sich schon mit seinen vorherigen Meereslandschaften angen\u00e4hert hatte, eine entscheidende Verwandlung: Die Reflexion des Lichts wird nun zum absoluten Protagonisten des Bilds. Jeder einzelne Pinselstrich auf dieser Leinwand ist auf die ideale Darstellung der <strong>Reflexe auf der Wasseroberfl\u00e4che<\/strong> ausgerichtet, die in ihrer Undefiniertheit und Unbest\u00e4ndigkeit zu dem Gef\u00fchl der <strong>Unmittelbarkeit<\/strong> des Gem\u00e4ldes beitragen. Dies ist die erste wirkliche Hommage Monets an die Augenblicklichkeit der Wahrnehmung.<\/p>\n<p>### 15. Getreideschober (Sonnenaufgang, Effekt des Schnees)<\/p>\n<p>Wie die Serie der <em>Kathedrale von Rouen<\/em> kann auch die Gem\u00e4ldereihe der <em><strong>Getreideschober<\/strong><\/em> als ein regelrechtes wissenschaftliches Experiment betrachtet werden. Auch in diesem Fall haben wir es mit einer Vielzahl an Gem\u00e4lden zu tun (darunter das im <strong>Art Institute in Chicago<\/strong> ausgestellte), mit denen der K\u00fcnstler in schier endlosen Variationen Heuhaufen bei unterschiedlichen Lichtbedingungen und zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten darstellt. Die einfachen Formen der Bildobjekte erm\u00f6glichen es ihm, sich wie nie zuvor auf die Nuancen des Lichts und der Effekte zu konzentrieren, die es auf den Oberfl\u00e4chen erzeugt. Im Gegensatz zu den der Architektur gewidmeten Bildserien gelten die <em>Getreideschober<\/em> als eines der perfektesten Resultate der engen und vollst\u00e4ndigen Vereinigung zwischen Monet und der Natur.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/a.travel-assets.com\/findyours-php\/viewfinder\/images\/res40\/184000\/184028.jpg\" alt=\"image.jpg?1550595140\" \/><\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=4376073\">commons.wikimedia.org<\/a><\/p>\n<p>Titelbild: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=47311181\">Monet, Ninfee e Nuvole &#8211; By I, Sailko, CC BY-SA 3.0,<\/a>&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lasst Euch von Monet auf eine Reise um die Welt entf\u00fchren. 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