Amsterdam ist ein beliebtes und wunderschönes Reiseziel, das Euch mit einer Fülle an Kultur und Sehenswürdigkeiten beschenkt. Touristen aus aller Welt sind willkommen, fühlen sich wohl und sicher.

Das wird Euch genauso gehen, wenn Ihr ein paar Hinweise beherzigt und über einige nationale Besonderheiten Bescheid wisst, um Euch bei Eurer Reise nach Amsterdam sicher durch die Stadt zu bewegen.

Die Holländer, die Niederländer und die deutsche Sprache

Stimmt, viele Niederländer sprechen gut Deutsch. Aber nicht alle heißen Rudi Carrell oder Linda de Mol, die sich mit ihren Sprachkenntnissen im deutschen Fernsehen ihre Brötchen verdient haben. Und deshalb mögen es auch die wenigsten, völlig selbstverständlich in der Sprache der ehemaligen Besatzer angesprochen zu werden.

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Kanal in Amsterdam - Pixabay

Also ist es eine gute Idee, die erste Frage auf Englisch zu stellen, selbst wenn damit gefragt wird, ob das Gegenüber zufälligerweise deutsch spricht, weil man leider selbst keiner Fremdsprache mächtig ist. Sich vor der Reise nach Amsterdam guten Tag (goeden dag), bitte (alsjeblieft) und danke (dankjewel oder dankuwel) in der Landessprache einzuprägen, ist bestimmt jeder Kommunikation zuträglich.

Außerdem ist auch Vorsicht geboten, Niederländer und Holländer quasi in einen Topf zu werfen. Letztere haben ihre Heimat lediglich in den Provinzen Zuid-Holland und Noord-Holland. Und so ist auch Holländisch nur ein Dialekt, der im Westen des Landes gesprochen wird.

Augen auf im Straßenverkehr!

Bloß weil Amsterdam (810.000 Einwohner) kleiner und weniger besiedelt ist als deutsche Großstädte, sollte man nicht gemächliches Dorftreiben erwarten. Der Autoverkehr ist rasant, aber fast aufregender ist das Verhalten der Radfahrer, die in Einbahnstraßen in die falsche Richtung rasen, mit Vorliebe in Zweier- oder Dreierreihen, und vor allem in einem wahnsinnigen Tempo unterwegs sind.

Hattet Ihr Euch eventuell vorgenommen, Amsterdam mit dem Auto entspannt erkunden zu können, lasst es lieber sein. Die Straßen sind verstopft, Parkplätze sind Mangelware und zudem teuer. Also entscheidet Euch am besten für die Straßenbahn.

Wer dennoch lieber mit dem Rad unterwegs sein möchte, sollte ausgesprochen sattelfest und widerstandsfähig sein, um sicher durch Amsterdam zu kommen.

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Fahrräder in Amsterdam - Pixabay

Keine Drogen andrehen lassen

Der Handel mit Drogen und deren Konsum auf der Straße sind verboten. Wenn Ihr es aber gar nicht sein lassen könnt, schließlich gilt Amsterdam als Kifferparadies schlechthin, dann geht in einen Coffeeshop. Dort werden verschiedene Sorten sogenannter weicher Drogen verkauft und können vor Ort konsumiert werden. Ihr könnt maximal fünf Gramm sowie Filter, Papier zum Rollen oder Pfeifen erwerben.

Aber kommt besser nicht auf die Idee, ein paar Gramm als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Das fällt unter Drogenschmuggel und wird sehr hart bestraft.

Das liebe (Klein-)Geld

In den Niederlanden wird selbst bei kleinen Summen die Geldkarte gezückt, weshalb entschieden weniger Kleingeld als bei uns im Umlauf ist. Darum kann es Euch durchaus passieren, dass zu Euren Ungunsten auf fünf Cent aufgerundet wird, Euch also mitunter ein paar Cent nicht herausgegeben werden. Taschendiebe lieben Touristenmassen und belebte Plätze. Also geht stets mit möglichst wenig Bargeld in die Stadt, verzichtet auf teuren Schmuck und steckt Eure Geld- und Kreditkarte am besten in einen Brustbeutel.

Auf keinen Fall solltet Ihr Euer Portemonnaie gut sichtbar in der hinteren Hosentasche deponieren. Auch die Innentasche Eures Mantels bietet keinen verlässlichen Schutz, wenn Ihr den Mantel offen tragt. Taschen und Rucksäcke solltet Ihr vorsichtshalber auf Eurer Vorderseite tragen. Oder legt Euch eine Bauchtasche zu, denn die ist erstaunlicherweise wieder in Mode.

Wenn Ihr mit dem Service im Restaurant zufrieden seid, zahlt fünf bis zehn Prozent mehr, als auf der Rechnung steht. Dem Zimmerservice im Hotel könnt Ihr mit ein bis zwei Euro pro Tag danken.

Euer Auto sichern

Wenn Ihr schon mit dem Auto nach Amsterdam fahrt, dann sucht Euch einen sicheren Stellplatz, günstigenfalls in einem bewachten Parkhaus, um Autoknackern keine Chance zu geben. Steht Euren Wagen auf der Straße, räumt gut sichtbare Gegenstände weg, damit niemand auf dumme Gedanken kommen kann.

Wertgegenstände haben sowieso nichts darin zu suchen, denn gerade Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen ziehen die Diebe magisch an.

Worauf in den Rotlichtvierteln zu achten ist

Das Geschäft mit der käuflichen Liebe hat in drei Stadtvierteln Konjunktur. Das weltbekannte liegt östlich des Damrak und grenzt an Chinatown. Die beiden anderen Rotlichtviertel befinden sich beim Singel zwischen der Raadhuisstraat und dem Hauptbahnhof sowie hinter dem Rijksmuseum.

Auch wenn Ihr das Treiben hinter den Fensterscheiben faszinierend findet, unterlasst es, die Damen zu fotografieren. Das ist verboten und es ist immer jemand in der Nähe, der solche Bilder zu verhindern weiß oder Euch im schlimmsten Fall die Kamera oder das Smartphone entreißt.

Da die Viertel jeden Abend nicht nur von Freiern in großer Zahl, sondern auch von Touristengruppen besucht werden, ist das Gedränge spätestens ab 23 Uhr groß und lockt geschickte Taschendiebe an. Am sichersten ist ein Besuch der Amüsiermeilen immer in einer Gruppe, um nicht zur leichten Beute zu werden.

Oder, noch besser, Ihr schließt Euch einem Rundgang mit einem ortskundigen Guide an, zum Beispiel einer Führung durch den Rotlichtbezirk inklusive Eintritt zum Prostitutionsmuseum. Ihr müsst aber auch nicht überängstlich sein, denn Polizei und Sicherheitsdienste sind in den Rotlichtvierteln immer gut sichtbar präsent.

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Vorsicht im Rotlichtviertel in Amsterdam - Pixabay

Vorsicht vor Kauf-Offerten!

Dass Ihr Euch nicht auf Geschäfte mit Drogendealern einlassen solltet, ist klar. Aber es gibt auch Straßenverkäufer von Fahrrädern. Selbst wenn das Bike noch so toll aussehen sollte und das für einen wahnsinnig günstigen Preis: Hände weg! Meist handelt es sich um Diebesgut und Ihr macht Euch mit einem Kauf strafbar.

Taxifahrten mit Vorsicht genießen

Auch unter Amsterdams Taxifahrern gibt es schwarze Schafe, die es für eine gute Geschäftsidee halten, ortsunkundige Touristen abzuzocken. Dafür fahren sie jeden Umweg, den sie kennen. Also kann ein bisschen Ortskenntnis Eurerseits nicht schaden, um Geld zu sparen. Am meisten spart Ihr aber, wenn Ihr ganz entspannt in eine Straßenbahn steigt.

Schutz für wichtige Papiere

Auch Pässe, Personalausweise, Fahrkarten oder Flugtickets sind vor Taschendieben nicht sicher. Wenn Euer Hotelzimmer mit einem Safe ausgestattet ist, nutzt ihn unbedingt für alles Wertvolle, das Ihr unterwegs nicht braucht. Statt eines Ausweises genügt fast immer eine Kopie.

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Titelbild: Amsterdam bei Nacht - Pixabay