Tokyo mit seinen wachsenden Besucherströmen und unzähligen Reiseführern, - gibt es da eigentlich noch "Hidden Spots", also Orte, die Touristen eher wenig kennen und besuchen? Ich musste ein wenig in meiner Erinnerung kramen, aber hier sind sie nun, meine Tokyoter Geheimecken:

Der Gokokuji-Tempel

Gokokuji Tokyo

Groß ist er nicht unbedingt, hat aber seit seiner Erbauung im Jahr 1681 tapfer mehrere Feuer, Erdbeben und Kriegsangriffe überstanden, und ist somit mehr als erwähnenswert. Da es in Tokyo sehr wenige solch alter Bauten gibt, die Jahrhunderte unversehrt überstanden haben, ist die Haupthalle des Gokokuji von der japanischen Regierung als Wichtiges Kulturgut eingestuft worden. Daneben gibt es auch eine Pagode und, für alle, die Geschichte nicht ganz so spannend finden, mehrere Katzen, die sich auf der Tempelanlage gerne mal sonnen. Als zentraler Tempel der Teezeremonie bietet Gokokuji auch regelmäßig Teezeremonie-Vorführungen für Besucher an.

Die Ginza

Ginza Tokyo

Eine von Tokyos teuersten Shoppingmeilen, kennt sicher jeder recherchefreudige Tokyo-Besucher. Aber wusstet ihr auch, dass die Hauptstraße des Viertels an Wochenenden für Autos gesperrt ist und dadurch zur überdimensionalen Fußgängerzone wird? Für mich als ehemalige Kleinstädtlerin ist es immer wieder überwältigend durch Tokyos Hochhausbauten-Landschaft zu spazieren, und hier geht das besonders toll. Perfekt auch zum Schaufensterbummeln und Leute beobachten.

YanakaYanaka Tokyo

In Tokyo wohne ich wunschgemäß ein wenig abseits des Stadtkerns und damit mit etwas weniger Menschen und mehr grün um mich herum. Wenn ich aber doch einmal näher in das turbulente Zentrum ziehen würde, dann wäre Yanaka eindeutig meine erste Wahl. Das Stadtviertel in der Nähe des Nippori-Bahnhofs versprüht mit seinen urigen Geschäften (und Bewohnern) den Nostalgie-charme, den ich sonst ein wenig im sich ständig verändernden Tokyo vermisse. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, und das ist gut so. Sehenswert sind neben einer kleinen Einkaufsstraße auch der Yanaka Friedhof, einer der ältesten in Tokyo, sowie der einige Gehminuten entfernte Nezu Schrein. Auch nach vielen herumstreunenden Katzen kann man gerne die Augen aufhalten.

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Shibuya

Shibuya Tokyo

Denkt man an diese Gegend, dann doch meistens an die Hachiko-Hundestatue und den riesigen Zebrastreifen mit seinen Menschenmassen. Wer sich aber das Spektakel auch gerne mal ganz in Ruhe von oben aus ansehen würde, dem sei das Hikarie-Kaufhaus ganz in der Nähe des Shibuya Bahnhofs ans Herz gelegt. Vom 11. Stock aus hat man einen wunderbaren Ausblick über die Bahnhofsgegend, und wem das nicht reicht, der kann sich im 8. Stock auch verschiedene (oft kostenlose) Ausstellungen von japanischen Künstlern ansehen.

Showa Kinen-Park

Tokyo bietet einige schöne Parks, aber mein Favorit ist hier eindeutig der Showa Kinen-Park der mit seinen riesigen Grünflächen, kleinen Wäldchen, Teichen und seinem traditionellen japanischen Garten zu jeder Jahreszeit eine Menge zu bieten hat und so groß ist, dass man an einem Tag kaum einen Rundgang schafft. Ihr denkt jetzt vielleicht, das ist doch nur ein Park, wie unspannend, aber kommt erstmal im Herbst her, wenn alles in den schönsten Gelb-, Orange- und Rot-Farben leuchtet. Der gesamte Park sieht dann aus, als wäre er in einen Farbtopf getunkt worden, und lässt einen staunend zurück.

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Showa Kinen-Park Tokyo