Wer in Frankfurt zum Shopping aufbricht, kann über noble Boulevards wie die Zeil oder die Berger Straße flanieren oder am Museumsufer leckere Delikatessen aus aller Welt kosten. Als jüngster Gewerbe- und Einkaufskiez hat sich seit einigen Jahren das Bahnhofsviertel etabliert.

Frankfurt hat als eine der boomenden Wirtschafts- und Finanzmetropolen Europas selbstverständlich auch eine sehr breite Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Der Klassiker schlechthin ist hierbei die Zeil, ein lang gezogener Fußgänger-Boulevard, der sich von der Hauptwache bis zur Konstablerwache zieht. Grundsätzlich findet man hier alles, was das Herz begehrt: Elektrofachgeschäfte, Lebensmittelmärkte und Modeboutiquen säumen die Flaniermeile und konzentrieren sich in besonders hoher Zahl im Einkaufszentrum "My Zeil". Im Februar 2009 eröffnet, begeistert das Haus aber nicht nur mit seinen umfassenden Einkaufsangeboten, sondern auch mit der spektakulären Glasfassade von Stararchitekt Massimiliano Fuksas, die sich geradezu trichterförmig nach innen wölbt. Etwas weniger betriebsam geht es in Frankfurt beim Shopping auf der Neuen Kräme und auf der Töngesgasse zu, zwei sehr traditionelle Geschäftsviertel, in denen man etablierten Fachgeschäften und Feinkostläden den Vorrang gibt. Für Feinschmecker ist auch die sogenannte "Fressgass" zwischen Opernplatz und Börsenstraße bekannt: Die kulinarischen Optionen könnten hier kaum weitreichender sein. Zwischen die Lebensmittelshops und Restaurants mischt sich außerdem eine Reihe von Boutiquen.

Sightseeing mit Shopping verbinden: Frankfurt macht's möglich

Sachsenhausen und das Mainufer gehören aufgrund der vielen Museen zu den Top-Attraktionen Frankfurts. Auf einer Städtereise kann man hier nicht nur die Ausstellungen des Museumsufers besuchen, sondern auch einen Blick in die zahlreichen Delikatessenläden werfen. Zu den Highlights zählen die alteingesessenen Metzgereien ebenso wie die hippen Bioläden, die Finessen aus aller Welt bieten. Als Hotspot gilt allem voran die Schweizer Straße in Sachsenhausen - jeden Freitag wird nur wenige Schritte vom Südbahnhof entfernt der Wochenmarkt mit frischen Produkten aus Hessen abgehalten. Eine weitere Alternative zum Shoppen ist die Berger Straße in Frankfurt-Bornheim, die sich von Nordosten her bis zum idyllischen Bethmannpark zieht. Großes Plus für alle, die hier einkaufen möchten, sind die diversen Apfelweinschenken, Cafés und Restaurants, in denen man sich nach einem erfolgreichen Einkaufstag in aller Ruhe entspannen darf.

Vom Schmuddelviertel zum Szenedistrikt: Rund um den Bahnhof

Das Frankfurter Bahnhofsviertel galt früher als einer der verruchtesten Orte der Finanzmetropole. Durch erhebliche Investitionen, welche die Stadt in dem Bereich getätigt hat, kann sich der Bezirk heute nicht nur sehen lassen, sondern gehört mittlerweile sogar zum Trend für Nightlife-Fans und Shopping-Enthusiasten. Von südländischen Märkten, Fahrradspezialisten, Musikshops, Juwelieren bis zu Gewürzhändlern kann man hier prinzipiell alles finden. Selbst junge Designer siedeln sich vermehrt im Bahnhofsviertel an, um ihre Produkte zu bewerben. Ein Geheimtipp ist die Kaiserpassage, die mit orientalischem Flair lockt und die Kaiserstraße mit der Taunusstraße verbindet. In den verschlungenen Hinterhöfen finden sich dabei Plattenläden, internationale Warenhäuser und Galerien. Ein absolutes Muss ist die Bahnhofsviertelnacht im August eines jeden Jahres, bei dem allerlei Kunstwerke das Stadtbild des Kiezes verziehen, Musiker auftreten und Händler ihre Produkte auf offener Straße anbieten. Die meisten Gewerbetreibenden lassen Besucher hierbei auch hinter die Kulissen blicken, um mehr über das Leben im Bahnhofsviertel zu erfahren.