Die Techno- und Elektroszene Berlins ist legendär und hat bis heute in Form von Clubs wie dem Berghain, dem Kosmonaut, dem Salon zur wilden Renate und vielen anderen Tanztempeln Hochkonjunktur. Wer in Berlin Party machen möchte, sollte zudem Viertel wie Kreuzberg und den Kiez Warschauer Straße besuchen, vom man gute Bars und Diskotheken findet.

Berlin gehört, was Party und Feiern betrifft, zu den unangefochtenen Hauptstädten Europas. Als legendär darf insbesondere die Technoszene gelten, die in Underground-Clubs wie dem Bunker oder dem Tresor in den 90ern ihren Anfang genommen hat. Pilgerstätte Nummer 1 ist mittlerweile das Berghain im Stadtteil Friedrichshain. Berühmt für seine sehr spezielle Gästeauswahl an der Tür, wilde Technopartys, provokative Grafiken und Großwandfotos sowie zwei Darkrooms, hat sich die Einrichtung seit 2004 im ehemaligen Heizkraftwerk am Wriezener Bahnhof im Nachtleben Berlins etabliert. Wem es zu viel ist, von Freitagnacht bis Montagmittag durchzutanzen oder an der Tür Probleme hat, kann auch andere Elektro-Clubs besuchen: Hier bieten sich beispielsweise Kosmonaut, der Salon zur Wilden Renate und Sisiphos an, die mit ihren hervorragenden Resident-DJs eine neue Szene im Bezirk Lichtenberg bzw. am Ostkreuz eröffnet haben. Andere Clubs mit elektronischer Tanzmusik konzentrieren sich vor allem auf die südliche Spreeseite - zwischen Schlesischem Tor und Treptower Park kann man so im Watergate oder mit hipper Open-Air-Atmosphäre am Flutgraben in der IPSE oder im Club der Visionäre tanzen gehen. Letzterer hatte seinerseits sogar einen Gastauftritt in Paul Kalkbrenners Kult-Film "Berlin Calling" und verkörpert in Perfektion das Lebensgefühl, welches die bundesdeutsche Hauptstadt so einzigartig macht.

Party in Berlin: Kreuzberg und Wedding

Wer vom Schlesischen Tor weiter ins Kreuzberger Zentrum hineinfährt, kann am Kottbusser Tor eine Reihe exquisiter Bars mit Blick auf den weitläufigen Platz und die U-Bahnstation finden. Orte wie das Monarch, die Paloma Bar, die Fahimi Bar und der Südblock sind dabei ideal, um sich bei Bier und Cocktails auf den weiteren Abend einzustimmen. Nur wenige Minuten entfernt von hier, liegt die legendäre Oranienstraße mit dem vom skandalträchtigen Performancekünstler und Maler Martin Kippenberger gegründeten SO36. Das Haus hält stark an seinem frühen Anarcho-Punk-Konzept fest und gibt vielen Musikern der alternativen Szene eine Bühne. Neben Rock lädt man dabei jeden Montag zum Electric Ballroom ein, während sich die Gayhane-Partys am letzten Samstag im Monat traditionell an die türkisch-deutsche schwul-lesbische Szene richtet.

Eine weitere Alternative, um auf einer Reise nach Berlin Party zu machen, ist der Wedding, ein einstiges Einwanderviertel im Nordosten der Stadt, das sich immer mehr zum Kultdistrikt wandelt. Die vielen hier ansässigen Studenten lassen sich beispielsweise von den spektakulären Ausstellungen, Record-Release-Partys und DJ-Nächte im STATTBAD Wedding begeistern. Bemerkenswert ist allein schon das Ambiente, das im ehemaligen Schwimmbad aufgebaut wurde - der leer gepumpte Pool dient mittlerweile als Ausstellungsraum, Konzertbühne und Tanzfläche. Am Rande von Bernauer Straße und Mauerpark verlockt der Brunnen70 mit dem 70er-Jahre-Charme Westberlins zu einem Besuch. Angestanden wird an einem unauffälligen Hauseingang der klobigen Bauklötze aus der damaligen Zeit. Nachdem man den Eintritt bezahlt, geht es mit dem Fahrstuhl in den Keller, wo den Gästen die schillernde Welt von Diskokugeln, Laserscheinwerfern und House-Musik entgegenströmt.

Kneipenhopping: Berlins bekannteste Partymeilen

Die Warschauer Straße und das an der Revaler Straße angrenzende RAW-Gelände gehört zu den Partyhotspots von Berlin überhaupt: Auf der Simon-Dach-Straße lassen sich dabei sowohl Bars mit schickem Ambiente wie die Dachkammer als auch Underground-Schuppen wie Paule's Metal Eck und Kptn A. Müller finden. Am südlichen Ende der Partystraße gibt es auf dem RAW-Gelände Raum zum Chillen, wie in der Küste und in der LGBT-Bar Zum schmutzigen Hobby, aber auch zum Abfeiern: Besonders empfehlenswert sind hierbei die Record-Release-Partys von Urban Spree, der Suicide Circus, die Konzerte im Astra-Kulturhaus und die etwas weiter östlich gelegenen Clubs ROSI'S und R19.