Ob Outdoor- oder Indoor-Klettern, Bouldern mit oder ohne Kinder, ob Vorstieg oder Top rope - Klettern Köln verrät wo.

Outdoor Klettern in Köln

Wer nicht ganz so waghalsig ist wie die beiden jungen Russen, die 2013 ohne Sicherung und nur in Turnschuhen des Nachts den Kölner Dom bestiegen, kann dennoch interessante Klettermöglichkeiten in der Domstadt entdecken. Wer ebenfalls gerne draußen klettert, findet an der Hohenzollernbrücke auf der Deutzer Rheinseite die Möglichkeit dazu, also nur zehn Minuten vom Dom zu Fuß über die Brücke mit den tausenden Schlössern, bis zum Reiterdenkmal. An der Innenseite der Brüstung befinden sich Haken, die das ausschließliche Toprope-Klettern mit eigener Ausrüstung zwischen März und Oktober ermöglichen. Offiziell liegen die 60 Routen in einem Schwierigkeitsgrad zwischen III+ und VIII-, doch der Muschelkalk ist an den leichten Routen schon recht abgegriffen.

Weitere Outdoor-Klettermöglichkeiten bietet die Mühlheimer Brücke im Schwierigkeitsgrad zwischen V- und VIII+. Geklettert wird hier am zweiten Brückenpfeiler auf der Rhieler Rheinseite. Oder auch auf der alten Fährrampe der Niehler Kaimauer. Je nach Wasserstand sind bis zu 30 Routen im Schwierigkeitsgrad zwischen IV-und IX- erreichbar. Eher im leichteren Leistungsniveau befinden sich die ca. 30 Routen an der Ost und Westseite des Friedensparks. Der Friedenspark befindet sich am Agrippina- Ufer in der Nähe der Südbrücke. Dort hält die Straßenbahnlinie 16 an der Schönhauser Straße.

Auch einen sehr kleinen Kletterpark hat Klettern Köln zu vermelden: Den Blackfoot Hochseilgarten in Chorweiler, gelegen am südwestlichen Eck des Fühlinger Sees. Die Indoorversion gibt es in Chorweiler im Canyon. Allerdings nur für Teams und Gruppen. Erreichen kann man den Canyon mit der Buslinie 126, Haltestelle Neißestraße, der S-Bahn Linie 11 bis Chorweiler-Nord oder mit der Straßenbahn Linie 15 bis Chorweiler-Zentrum.

Kletterhallen in Köln

Die drei größten Kletterhallen in Köln sind das eben genannte Canyon in Chorweiler, die Kletterfabrik in Ehrenfeld und die Kletterhalle in Delbrück. Gemein haben sie, dass sie neben Kletterwänden auch einen Boulderbereich anbieten, Equipment verleihen, im Bistro für die nötige Stärkung und Entspannung sorgen und Kurse für alle Altersgruppen anbieten. Das Canyon und die Kletterfabrik bieten besonders viele Routen zum Vorstieg an und beherbergen beide einen Kletterladen. Die Kletterhalle Delbrück ist hingegen besonders kinderfreundlich und lädt in einer hell gestalteten Halle zum Wohlfühlen ein. Ein besonderer Tipp von Klettern Köln an Reisende: Single-Kletterer finden auf der Homepage der Kletterfabrik und der Kletterhalle Delbrück einen Kletterpartner-Suchservice. Erreichbar sind die Kletterfabrik in der Oskar-Jäger Straße 173 und die Kletterhalle Delbrück in der Waltherstraße 49 mit der S Bahn und einem kurzen Fußmarsch. Eine weitere kleinere Möglichkeit des Indoorkletterns bietet die Abenteuerhalle Kalk. Dort kann man sich für nur wenig Geld aber mit eigener Ausrüstung an drei Abenden in der Woche austoben. Wie auch in den großen Kletterhallen muss man hier beweisen, dass die Sicherungstechniken beherrscht werden.

Bouldern in Köln

Neben den drei bereits genannten Locations bietet Köln auch explizite Boulderhallen. Die älteste und kleinste Boulderhalle ist das K11 in der Kyllstraße 11 in der Südstadt. Hier herrscht eine sehr familiäre und freundliche Atmosphäre, sie ist allerdings durch die Art der Gestaltung für Kinder eher weniger geeignet. Kinderfreundlichkeit hat sich hingegen der Boulderplanet in der Oskar-Jäger-Straße 143H in Ehrenfeld als auch das Stuntwerk in der Schanzenstraße 6-20 in Mühlheim auf die Fahnen geschrieben. Dort gibt es neben einem riesigen Erwachsenenbereich auch einen sehr kreativ durchdachten Tobe- und Boulderbereich für Kinder. Nach Absprache kann im Boulderplanet sogar eine Kinderbetreuung dazu gebucht werden.