Bunte Straßenzüge mit kultigen Bars und ein Nachtleben, das von alternativen Rockschuppen, angesagten Technoclubs und hippen Retro-Partytempeln geprägt ist, schaffen die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Junggesellenabschied in Leipzig.

Leipzigs Innenstadt ist für Junggesellenabschiede wie gemacht. Hier kann man im bunten Trupp über den Marktplatz ziehen, willkürlich Passanten in das lustige Treiben einbeziehen und anschließend im Barfußgässchen die gerade erbettelten Euros in Schnaps und Bier umsetzen. Das Barfußgässchen gehört zusammen mit der Petersstraße zu Leipzigs beliebtesten Barmeilen. Hier findet man vor allem schmucke Cocktailläden, aber auch Bierkneipen für den etwas rustikaleren Geschmack. Im Sommer sitzen die Leipziger gerne vor der Tür und genießen das sonnige Wetter bei erfrischenden Getränken. Alles in allem also der perfekte Ort, um in eine fröhliche Nacht zu starten. Die zweite Station könnte eines von Leipzigs großen Traditionshäusern sein: Auerbachs Keller. Schon Johann Wolfgang von Goethe amüsierte sich hier bei Trank und Gesang, eine Erfahrung, die später in sein klassisches Drama Faust eingegangen ist. Heutzutage kann man hier während ausgiebiger Feierlichkeiten Live-Performances von Faust- und Mephisto-Darstellern genießen. Zudem sorgen regelmäßig Musiker für gute Stimmung und das passende Flair zum zeremoniellen Abschied vom Junggesellentum.

Junggesellenabschied in Leipzig: Der Einstieg in den Abend

Sobald sich der Tag dem Ende neigt, ziehen viele der Leipziger in die Südvorstadt, nach Connewitz und auf die Karl-Liebknecht-Straße, die zu den Hotspots für Feierwillige zählt. Hier lassen sich überwiegend kultige Kneipen mit Happy Hours, Livemusik und einfallsreichem Design finden. Wie wäre es beispielsweise mit einem der zahlreichen Irish Pubs in der Gegend? Gute Whiskys, Guinness und Fiedelmusik machen so den Reiz am Killiwilly und am McCormack's aus. Ein etwas anderes Konzept verfolgt das Bepobalula, eine American Rock'n'Roll Bar, in der man kurz vor dem Eintritt in die Ehe zu heißen Rhythmen nach der Art und Weise von Elvis Presleys tanzen kann. Mit etwas postkommunistischer Nostalgie spielt man im Café Puschkin, dabei verbirgt sich hinter dem roten sowjetischen Stern auf dem Logo ein Lokal, das mit Wasserpfeifen und leckeren Cocktails durchaus der Moderne frönt. Geöffnet hat die Bar täglich bis tief in die Nacht.

Der letzte Tanz: Vor der Ehe noch einmal abfeiern

Von den Bars an der Karl-Liebknecht-Straße gelangt man schnell in die umliegenden Tanztempel. Wie wäre es z.B. mit einer letzten Party vor der Ehe in Ostdeutschlands ältestem Technoclub? 1992 gegründet, lockt die Distillery seit mehr als 20 Jahren Raver und Fans von sattem Techno und House an. Regelmäßig treten international bekannte DJs wie Sven Väth, Jeff Mills und Laurent Garnier hier auf. Daneben wird mittlerweile auch Drum and Bass gespielt, jedoch nur zu speziellen Events. Eine weitere Option im Umfeld der Karl-Liebknecht-Straße ist der Club VelVet, in dem man allem voran Black Music und House erwarten kann. Deutlich dunkler und rockiger präsentiert sich das DarkFlower, eine Institution der Gothic Wave Szene in Leipzig. Wer zum Junggesellenabschied ein Konzert besuchen möchte, kann u.a. der berühmten Moritzbastei einen Besuch abstatten. Der traditionsreiche Studentenclub hat sich zur bekanntesten Bühne der Stadt entwickelt und organisiert wiederkehrend wilde Partynächte. Ähnlich gute Voraussetzungen bringen die Diskotheken Volkspalast, Nachtcafé und das Flower Power mit Musik aus den 70er und 80er Jahren mit.