Bei einer Gesundheitsreise nach Bayern können Urlauber neue Kräfte sammeln, im Bayerischen Wald wandern und wohltuende Wellness genießen.

Im tiefen Süden von Deutschland gelegen bietet Bayern alles, was das Herz von Erholungsuchenden begehrt. Gleich 47 Kurorte und Heilbäder gibt es in Bayer und ermöglichen innovative Kuren und Wellnessbehandlungen. In Deutschlands größtem Bundesland haben sich zahlreiche Kurhotels, Thermen, Wellnesshotels und Vitalbäder dem gesundheitlichen Wohl ihrer Gäste verschrieben. Punkten kann eine Gesundheitsreise mit Bayern aber auch mit der Kombination von klassischen Kurmethoden mit modernen Trends wie Homöopathie oder chinesischer Heilkunst.

Gesund und fit mit Kneipp und Schroth

Wer in Bayern Urlaub macht, der kann von einer Vielzahl an natürlichen Heilmitteln profitieren. Mineral-, Heilwasser- und Thermalquellen sorgen mit der Heilkraft des Wassers für Linderung bei Beschwerden der Haut, der Gelenke oder bei chronischem Stress. Bei den für die Region typischen Mooranwendungen wird Torf mit Wasser vermengt und anschließend erwärmt. Einst berichtete schon Paracelsus über die positive Wirkungsweise von Heilerde und Heilmooren bei Appetitmangel, Fieber und Gallenleiden. Heute wird das Heilmoor auch bei Muskelverspannungen, Stresssymptomen und chronischen Schmerzen angewendet. Zu den zwei bekanntesten Heilanwendungen in Bayern gehören die Kneipp- und die Schrothkur. Vor über 150 Jahren erfand Sebastian Kneipp ein Heilverfahren, das sich auf das Zusammenspiel von fünf Elementen aufbaut: Wasser, Bewegung, Ernährung, innere Ordnung und Kräuter. So können ein warmer Heusack vor dem Aufstehen, ein erfrischender Wasserguss am Vormittag, Armbäder am Nachmittag und Wassertreten am Abend nachhaltigen Erfolg bringen. Auch die Schrothkur hat den Namen ihrem Erfinder, Johann Schroth, zu verdanken. Wer mag, der kann diese bei einer Gesundheitsreise nach Bayern im Allgäu ausprobieren. Schließlich entwickelte Schroth diese Kur 1949 in Oberstaufen im schönen Allgäu. Schon die gesunde Bergluft dort sorgt für frischen Sauerstoff in jeder Körperzelle und verschafft so neue Kraft für anstehende Aufgaben. Bei der Schrothkur entlastet ein individuell auf die Person abgestimmtes Trink- und Ernährungsprogramm den Stoffwechsel. An den Trockentagen sollen Giftstoffe aus dem Gewebe gezogen werden, die dann an den Trinktagen ausgeschwemmt werden. Die Schrothschen Kräuterwickel sorgen am Morgen für ein natürliches Fieber, das die Durchblutung sanft anregt und störende Giftstoffe abtransportiert.

Bewegung an der frischen Luft - immer noch die beste Medizin

Aber auch bei Schroth kommt der Bewegung eine große Bedeutung zu. Bei der Bewegung an der frischen Luft soll der Entgiftungsprozess unterstützt und gleichzeitig das seelische Wohlbefinden gesteigert werden. Mit dem Allgäu und dem Bayerischen Wald kann der südlichste Teil Deutschlands gleich mit zwei Traumzielen für Wanderer und Radler überzeugen. Auf den gut ausgeschilderten Wegstrecken offenbaren sich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf alpine Berge, grüne Täler und klare Bergseen. Ein lohnenswertes Ausflugsziel ist beispielsweise das Zellertal am Südhang des Höhenzuges Kaitersberg-Arber. Es zählt zu den schönsten Tälern des Bayerischen Waldes und bietet schöne Strecken für Nordic-Walking-Liebhaber. Sechs unterschiedliche Touren mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden führen vorbei an malerischer Natur und sorgen so auch für Wellness fürs Auge. Nordic Walking gehört zu den sanften Sportarten und kann dennoch für eine deutliche Verbesserung der Kraft und Ausdauer sorgen.