Hamburgs Festivals faszinieren mit weltmännischem Charme, reichlich Musik, gutem Essen und bunten Straßenparaden. Auch für die Fans alternativer Kunst und Elektro-Musik hat die Hansestadt viel zu bieten, ist sie doch nicht zuletzt Kulisse von Events wie dem MS Dockville und dem MS Artville.

Vor einer idyllischen Hafenkulisse und mit hanseatischem Flair bietet Hamburg für Festivals in allen nur denkbaren Bereichen beste Voraussetzungen. Im Sommer sind es dabei insbesondere die Straßenfeste, die Besucher aus aller Welt anlocken: Ab dem Mai beginnt die Saison mit dem Osterstraßenfest zwischen Heußweg und Emilienstraße, wo gleich zwei Bühnen, zahlreiche Verkaufsstände und Flohmärkte aufgebaut werden. Weitaus umfangreicher ist bereits das Stadtfest St. Georg, zu dem auch stadtbekannte Bands und das Ensemble des Schauspielhauses auftreten. Als besondere Highlights gelten die Veranstaltungen in der einstigen Speicherstadt, dem heute als HafenCity bekannten Viertel östlich der Landungsbrücken: Zwischen Juni und August organisiert Hamburg diverse kostenlose Festivals wie den Poetry Slam Wortflut, das Modeevent unÜBERSEEbar und den alljährlich von Millionen von Gästen besuchten Hafengeburtstag Mitte Mai.

Festivals in Hamburg: Musik und Kunst in Wilhelmsburg

Wilhelmsburg ist ein traditionell von der Hafen- und Werftindustrie geprägter Stadtteil auf einer der Elbinseln - eine Gegend, die sich in den vergangenen 30 Jahren rapide gewandelt und sich zur Pilgerstätte für die Liebhaber alternativer Musik und Kunst entwickelt hat. Seit 2007 kommen Sie im Rahmen des MS Dockville Festivals dabei zu Tausenden und lauschen auf verschiedenen Bühnen vor allem Bands aus dem norddeutschen Raum, u. a. Deichkind, Fettes Brot, Kettcar, Element of Crime, Jan Delay und Tocotronic. Mittlerweile reisen auch immer mehr internationale Künstler an, sodass man an den drei Tagen im August 2011 bereits mehr als 100 Musiker performen sehen konnte. Ein wichtiger Teil des Events ist jedoch auch die bildende Kunst, die in Festzelten und in Workshops nicht zu kurz kommt. Bereits einen Monat vor dem MS Dockville treffen sich die kreativen der Hansestadt beim MS Artville und gestalten zusammen mit den Bewohnern Hamburgs eine riesige Open-Air-Galerie, deren Fokus ganz klar auf Underground liegt.

Altonale: Musik und Party im Szenebezirk Altona

Gleich über zwei Wochen hinweg erstreckt sich das Stadtteilfestival von Hamburg-Altona, das insgesamt bis zu 600.000 Gäste anlockt. Während dieser Zeit kann man spektakuläre Bühnenshows, wilde Clubnächte, internationale Filmvorführungen und Straßenumzüge miterleben. Letztere sind auch zum festen Bestandteil des STAMP-Festivals in Altona (The Street Arts Melting Pot) geworden. Am ersten Septemberwochenende präsentiert Hamburg dabei seine über 1.000 Straßenkünstler, Jongleure, Theaterspieler und Graffiti-Artists. Der Eröffnungsabend wird traditionell mit dem Einlauf der Künstler am Bruno-Tesch-Platz gefeiert, von wo aus letztlich auch die lebendige Nightparade in das Dunkel der Nacht startet und selbige zum Leuchten bringt.

Events für den elektronischen Geschmack

Die Elektro-Jünger können in Hamburg bereits im Januar abfeiern: Dann kommen zum Festival Gans oder Kranich im Docks am Spielbudenplatz einige der besten DJs aus Deutschland und Europa in die Stadt, um ihre Skills an den Turntables zu zeigen. Auf mehreren Floors wird außerdem zum Endless Summer im Kultclub Edelfettwerk, einer der Techno- und Progressive-Institutionen Hamburgs, getanzt, eine Veranstaltung, die man in der Regel Ende Juli miterleben kann. Im selben Zeitraum halten die "Farbgefühle" die Stadt an der Elbe in Atem: Das Festival mit seinen 21 über den Sommer verteilten Einzelterminen, bei denen zu elektronischer Tanzmusik buntes Farbpulver ganz in hinduistischer Holi-Manier in die Luft geworfen wird, gehört zu den absoluten Highlights im deutschen Norden.