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13.01.2015

Mit PEACHBEACH auf den Spuren von Streetart

Ist das Kunst, oder kann das Claire?!

Lars & Attila

Lars & Attila

Dank Attila und Lars von PEACHBEACH ist mein Alltag bunter geworden und selbst der sonst so graue Winter in Berlin hat wieder farbige Nuancen für mich angenommen... Denn Attila und Lars, aka 'Vidam' und 'Look' der internationalen Graffiticrew THE WEIRD haben mir für Graffiti und Streetart die Augen geöffnet! Einen ganzen Tag durfte ich mit den beiden Schwerst-Kreativen in Berlin verbringen. Dass selbst ich und mein Körper da nicht vor Farbe verschont bleiben, war abzusehen.

Graffitis sind fast überall in Berlin zu finden, ob auf Brückenpfeilern, Hauswänden, in U-Bahnhöfen - es gibt kaum einen Fleck, der nicht mit der schnellen Kunst versehen ist. Attila und Lars bringen mir bei, Tags zu lesen (zuvor für mich Hieroglyphen), erzählen mir von den verschiedenen Crews in Berlin und erklären mir, wie die Tags am Kopf von Häuserwänden zustande kommen. Oft denkt man sich "Wie ist denn DA jemand ohne Gerüst ran gekommen?" Aber die Erklärung ist ganz einfach: Diese Tags entstehen mit Farbrollern die an langen Teleskopstäben angebracht sind.

Streetart ist oft aufwendiger als Graffitis, Bilder dauern länger und aufgrund ihrer Größe sind oft Hilfsmittel wie eine Hebebühne notwendig. Ein Grund, warum Streetart auch in der Regel an legalen Wänden entsteht, was wiederum ein Grund dafür ist, dass Streetart in den letzten Jahren stark kommerzialisiert wurde. Diesem Trend sind Peachbeach gefolgt und nehmen oft und gerne Auftragsarbeiten entgegen. Bei unserem Streetart-Spaziergang durch Berlin zeigen sie mir mit Stolz diese Arbeiten. Dass sich diese ausschließlich an coolen Orten befinden, ist sicher kein Zufall. Schließlich wollen sich Peachbeach mit ihren Bildern identifizieren - Auftragsarbeit hin oder her.

Hier eine Auswahl an Locations, wo ihr ein Peachbeach-Bild in Berlin findenkönnt:

Was das?!

Was das?!

1.)  ALTE TEPPICHFABRIK
Die ‚Alte Teppichfabrik’ in Stralau gehört zu den wenigen noch erhaltenen, unsanierten und denkmalgeschützen Industriebauten Berlins. In den 3 Etagen und dem 1200 qm großen Garten finden Veranstaltungen aller Art statt. Wenn ihr das Gelände betretet, wird euch nach 10 Schritten zu eurer rechten ein riesengroßes Bild von Attila und Lars entgegen strahlen. Was es genau darstellt, liegt vermutlich im Auge des Betrachters. Ich sehe jedenfalls einen Totenkopf aus Blättern und einen lila pink gefleckten Hasen auf einer Schaukel. Und ihr?!
Alte Teppichfabrik, Alt-Stralau 4, Stralau

Warteschlangengesichter

Warteschlangengesichter

2.)  GRIESSMÜHLE
Am Ende der Weserstraße über dem Neuköllner Kanal liegt die Griessmuehle, ein beliebter Club mit einem Garten direkt am Wasser. Geöffnet von Freitag 22 Uhr bis Montag ist die Griessmühle Anziehungspunkt für Kulturliebhaber und Tanzwütige. Es gibt eine unendliche lange Wand mit Streetart, auf der sich auch Attila und Lars verewigt haben. Wer Schrottplatz-Charme mag, wird die Griessmühle lieben!
Griessmühle, Sonnenallee 221, Neukölln

3.)  RIXBOX
Die Rixbox ist bekannt für ihren unverbesserlichen Espresso und das beste Sandwich im Kiez. Das Herz der Rixbox schlägt aber nicht nur für gutes Essen, sondern auch für Streetart! Und so kam es auch, dass PEACHBEACH sich auf einer Wand des Imbisses mal richtig auslassen durften. In einer 2-Farben-Technik bildeten Attila und Lars eine Neukölln-Szenerie ab, vor der man Stunden stehen kann und trotzdem noch neue Einzelheiten und Verstecktes entdeckt.
Rixbox, Richardstraße 2, Neukölln

PEACHBEACH in der Urban Spree Gallery

PEACHBEACH in der Urban Spree Gallery

4.)  URBAN SPREE
Wer sich für Streetart und Graffitikunst interessiert und begeistert, der muss unbedingt die Urban Spree Gallery in Friedrichshain besuchen! Die Urban Spree ist eine „Independent Contemporary Art Gallery“ in der Street- & Graffiti Artists so wie Fotografen ihre Werke ausstellen. Auch Peachbeach haben hier schon ihre Arbeiten zur Schau gestellt.
Urban Spree, Revaler Straße 99, Friedrichshain

Unweit der Urban Spree passierte es auch, dass Attila und Lars mich in Form eines „Live Action Paintings“ zu Kunst verwandelten. Aber Bilder sprechen da mehr als Worte, deswegen HIER schnell zum Video!

CLAIRE OELKERS Verfasst vonCLAIRE OELKERS

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